5. – 13. Schuljahr

Webtipps

Politiker, Plakate und Schlüsseldokumente

100(0) Schlüsseldokumente zur russischen und sowjetischen Geschichte 1000dokumente .de

Im Bereich der Digitalisierung von Archivbeständen spielt die Bayerische Staatsbibliothek in der ersten Liga. Eines ihrer bemerkenswertesten Projekte ist dabei das Portal 1000dokumente.de. Hier können die Online-Editionen 100(0) Schlüsseldokumente zur russischen und sowjetischen Geschichte (1917 – 1991) und 100(0) Schlüsseldokumente zur deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert abgerufen werden. Die großen Sammlungen werden vom Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte der Universität Erlangen-Nürnberg redaktionell betreut. Sie ermöglichen historisch Interessierten eine leicht zugängliche und zweisprachige Einführung in die Geschichte beider Länder und glänzen mit einem riesigen Fundus vielfältiger digitalisierter Schlüsselquellen. Es finden sich hier überwiegend Textdokumente verschiedener Art, aber auch Bild-, Audio- und Videoquellen; kommentiert, übersetzt und umfangreich editiert sowie in den Forschungsstand eingeordnet von namhaften Wissenschaftlern. Durch interne Verlinkungen und die Angabe von weiterführender Literatur lädt die Website geradezu zum weiterstöbern und -recherchieren ein. Einziger Wehrmutstropfen: Das nützliche Glossar zu wichtigen Personen und Ereignissen, wie wir es in der Edition zur deutschen Geschichte finden, sucht man auf dem russisch/sowjetischen Pendant (noch) vergeblich. Dennoch ist das Portal ein äußerst nützliches Angebot für jeden, der sich in die Marterie der russischen (und deutschen) Geschichte einarbeiten will oder gerne mal einen forschenden Blick auf entscheidene Quellen in ihrem Originalzustand werfen möchte.
Russische und sowjetische Plakatkunst russianposter.ru
Poster und Plakate aus der Zeit der Russischen Revolution sind eine beliebte Quellengattung. Wer auf der Suche nach einer aussagekräftigen und themenspezifischen Grafik nicht direkt auf einen kommentierten und editierten Bildband zurückgreifen kann oder will, der hat mit der Seite russianposter.ru eine echte Alternative zur Hand. In Zusammenarbeit mit der Russischen Staatsbibliothek Moskau hat das Lotman-Institut an der Ruhr-Universität Bochum ein langjähriges Forschungsprojekt zur russischen Plakatkunst des 20. Jahrhunderts auf die Beine gestellt, das 2004 erfolgreich beendet wurde. In einer virtuellen Ausstellung können die Werke aber noch immer eingesehen werden. Zusätzlich sind die Bilder direkt mit einem Plakatarchiv verlinkt, in dem Informationen zu den Künstlern, Darstellungen und Drucktechniken abrufbar sind. Die Suche nach einzelnen oder bestimmten Plakaten über das Archiv läuft erfreulich einfach ab: Über den Navigator ist ein thematischer Zugriff genauso möglich wie eine Orientierung anhand einer alphabetisch angeordneten Künstlerliste, einer Liste der Bildertitel oder einer chronologischen Aufreihung der Publikationen. Zudem stehen zahlreiche Präsentationen und kurze Darstellungstexte mit passendem, illustrierenden historischem Bildmaterial zur Verfügung die Bandbreite beginnt mit der Vorgeschichte der Russischen Sozialdemokratie und endet bei den Nationalitätenkonflikten in Russland nach 1991.
Lenin radioWissen, br.de
Die Oktoberrevolution 1917 ist unmittelbar mit Wladimir Iljitsch Uljanow verknüpft, besser bekannt unter seinem Pseudonym Lenin. Doch wie wurde Lenin zum politischen Führer der Bolschewiken, welche Verantwortung trägt er für den „roten Terror und welche Vision einer gerechteren Gesellschaft trieb ihn an? Die Sendung radioWissen des Bayerischen Rundfunks, die montags bis freitags auf Bayern 2 ausgestrahlt wird, hat sich ausführlich mit diesen Fragen befasst und in einem knapp 22 Minuten langen Radio-Feature den Lebensweg Lenins näher beleuchtet. Dieser Beitrag lässt sich auf der Sendungs-Homepage in einem...

Weiterlesen im Heft

Vorteile im Abo

Exklusiver Online-Zugriff auf die digitalen Ausgaben der abonnierten Zeitschrift
Print-Ausgabe der abonnierten Zeitschrift bequem nach Hause
Zusatzvorteile für Abonnenten im Online-Shop genießen